NORDHESSENBLENDE

Stadt Kassel beschließt weitere Corona-Maßnahmen

Stadt Kassel beschließt weitere Corona-Maßnahmen

Stadt Kassel beschließt weitere Corona-Maßnahmen

Vor allem auf Grund eines größeren Ausbruchsgeschehens in der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE) war die Zahl der Corona-Infektionen in Kassel stark angestiegen, auf einen Wert von über 100. In der Einrichtung hatten sich mindestens 112 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Inzwischen liegt die aktuelle 7-Tage-Inzidenz in Kassel auch ohne Berücksichtigung dieses Ausbruchsgeschehens über dem Schwellenwert von 50.

Der am heutigen Montag veröffentlichte Wert der gemeldeten Corona-Fälle insgesamt ist um 10 gestiegen. Es ist davon auszugehen, dass die 7-Tage-Inzidenz auch im Laufe der Woche bei über 50 – unabhängig von dem Ausbruchsgeschehen in der HEAE – liegen wird. Um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden, hat die Stadt Kassel folgendes beschlossen: Die Teilnehmeranzahl bei Zusammenkünften und Veranstaltungen sowie Kulturangeboten wie Theater, Konzerte, Kinos und ähnliches wird von bisher 250 auf 100 Personen reduziert. Eine höhere Teilnehmeranzahl unterliegt dem Vorbehalt einer behördlichen Gestattung. Für private Feiern gilt eine Beschränkung von 10 Personen. Diese Regelungen gelten auf Grund einer entsprechenden Allgemeinverfügung, die derzeit vorbereitet wird und am Mittwoch, 21. Oktober 2020, in Kraft tritt. Für Feiern in privaten Räumen, insbesondere in Wohnungen, wird eine Höchstteilnehmerzahl von 10 Personen dringend empfohlen.

"Ärgerlich ist in besonderem Maße, dass wir einen großen Teil der Infektionen auf sorglosen Umgang Einzelner mit den aktuellen Risiken zurückführen müssen. Eine große Rolle spielen hierbei private Feiern wie Hochzeiten, Geburtstage oder Partys. Diese Entwicklung sehe ich mit großer Sorge. Daher müssen wir Maßnahmen beschließen, die am besten zur aktuellen Situation in Kassel passen", erläuterte Oberbürgermeister Christian Geselle.

"Der Lockdown im Frühjahr war für uns alle eine einschneidende Erfahrung. Wir müssen unbedingt verhindern, dass das öffentliche Leben erneut derart zum Erliegen kommt. Deshalb müssen wir alle unseren Teil dazu beitragen, dass Geschäfte und Gastronomie und dass insbesondere unsere Schulen und Kindergärten geöffnet bleiben, dass die Krankenhäuser und Arztpraxen nicht überlastet werden und dass wir unsere Angehörigen in Alten- und Pflegeeinrichtungen besuchen können."

"Wir haben es in dieser Phase selbst in der Hand, den Anstieg der Infektionszahlen wieder abzubremsen. Indem wir uns gerade jetzt wieder disziplinierter und vorsichtiger verhalten, können wir den Trend in Kassel umdrehen. Dabei kommt es auf das Verhalten jeder und jedes Einzelnen an. Der Großteil der Menschen in unserer Stadt hält sich vorbildlich und verantwortungsvoll an die Hygieneregeln zur Eindämmung der Pandemie."

Die Infektionen in den vergangenen Tagen lassen sich nach bisherigen Erkenntnissen zu einem erheblichen Teil auf einen zu sorglosen Umgang vor allem bei privaten Feiern zurückführen. Auch deswegen erneuerte Oberbürgermeister Geselle seinen Appell: "Wir müssen alle Möglichkeiten für das Virus reduzieren, sich weiter auszubreiten. Bei alldem helfen natürlich die bekannten Vorsichtsmaßnahmen und Hygieneregeln unter dem Stichwort AHA+L: Abstand halten, Hygiene durch gründliches Hände waschen, Alltagsmaske tragen und regelmäßiges Lüften. Ich appelliere an die Besonnenheit aller Menschen in Kassel. Jede und jeder muss die eigene Verantwortung ernst nehmen. Verhalten Sie sich verantwortungsvoll und unterstützen Sie andere wie zum Beispiel Sicherheitskräfte bei ihren Bemühungen für ein geordnetes und friedliches Miteinander zu sorgen. Bleiben sie vorsichtig und rücksichtsvoll. So können Sie sich selbst und andere schützen." PM. documenta-Stadt Kassel

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Last modified on Dienstag, 20/10/2020

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