NORDHESSENBLENDE

"Weserthor-Kugeln" - Kunstwerk eröffnet neue Perspektiven im Stadtteil Wesertor

"Weserthor-Kugeln" - Kunstwerk eröffnet neue Perspektiven im Stadtteil Wesertor

"Weserthor-Kugeln" - Kunstwerk eröffnet neue Perspektiven im Stadtteil Wesertor

Markenzeichen des Kasseler Künstlers Günter Stangelmayer sind Werke, die stark ortsbezogen als Installationen oder Skulpturen konzipiert werden und so besonders gut zu ihrem jeweiligen Umfeld passen. Ein solches dauerhafte Außenkunstwerk hat Stangelmayer nun im öffentlichen Raum für die Grünfläche Finkenherd im Stadtteil Wesertor entworfen und realisiert. "Weserthor-Kugeln" lautet der Titel der Arbeit.

Das Kunstwerk ist jetzt im Beisein von Kulturdezernentin Susanne Völker und Stadtbaurat Christof Nolda offiziell eingeweiht worden. Anwesend waren auch Ortsvorsteherin Ingeborg Jordan, Mitglieder des Stadtteilgremiums sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtteil. Ausgehend von zwei historischen Sandsteinkugeln, die bei Tiefbauarbeiten im Quartier zu Tage gekommen waren, hat der Künstler eine markante Stahl-Rahmen-Skulptur für den öffentlichen Raum entworfen: der Rahmenbau kreuzt den Fußweg durch die Anlage, bezieht Passanten somit aktiv ein und verändert mit wechselnder Betrachter-Position permanent die Perspektiven. Einen Ruhepol für die Augen bieten die innerhalb des Rahmenbaus auf Stelen platzierten Sandsteinkugeln.

"Die Grünfläche am Finkenherd hat mit der Arbeit von Günter Stangelmayer ein Kunstwerk bekommen, das in einer engen Beziehung zu seinem Umfeld steht und auch dessen stadtgeschichtliche Bedeutung thematisiert. Beiden, dem Ort und dem Werk selbst wünsche ich deshalb ein interessiertes Publikum, das sich gerne auf den künstlerischen Perspektivenwechsel einlässt, den diese Arbeit anbietet", betonte Kulturdezernentin Susanne Völker in ihrem Grußwort.

Zudem dankte sie dem Künstler, dem Ortsbeirat sowie den zahlreichen Beteiligten, für die Initiative und Begleitung dieses Projekts im Rahmen einer geschichtsbewussten Stadtteilarbeit. Stadtbaurat Christof Nolda sagte: "Die Entwicklung des Stadtteils Wesertor hat in den letzten Jahren an vielen Orten große Fortschritte gezeigt. In zahlreichen durch den Ortsbeirat und die Stadtbevölkerung angeregten Projekten, die mit Hilfe von Städtebauförderung umgesetzt wurden, hat der Stadtteil nicht nur im Bereich des Finkerherds, aber dort insbesondere gewonnen.

Dieses Kunstwerk ist mit deutlichem Bezug zur Geschichte und zu dem namensgebenden Ort, dem Wesertor, eine wundervolle Ergänzung an diesem bereits neu gestalteten Park an der alten Befestigung." Wunsch des Ortsbeirates Der Ortsbeirat Wesertor hatte sich eine Inszenierung der zufällig gefundenen Kugeln gewünscht, die Ähnlichkeit aufweisen zu zwei Kugeln, die auf historischen Abbildungen das einstige Stadttor "Weser-Thor" auf der heutigen Verkehrskreuzung Katzensprung zierten. Ein direkter Zusammenhang zwischen den 2013 gefunden Kugeln und den einstigen Kugeln des vergangenen Stadttors hat sich allerdings bisher nicht fundiert belegen lassen. Gefördert wurde das Projekt aus Mitteln des Bund-Länder-Programms "Soziale Stadt" und ist Teil mehrerer Maßnahmen, die seit dem Jahr 2009 mittels Städtebauförderung im Stadtteil Wesertor realisiert werden konnten.

Zu diesen Maßnahmen gehören unter anderen die Umgestaltung des Freiraums Fuldaufer/Bleichweisen, der Umbau für ein neues Stadtteilzentrum, die Neugestaltung des Bürgiparks, das jährliche Stadtteilfest auf dem Wesertorplatz und die Herausgabe eines Stadtteilmagazins. Künstlerhintergrund Günter Stangelmayer (*1976) absolvierte eine Ausbildung zum Holzbildhauer in München, bevor er das Studium der Bildenden Kunst hat an der Kunsthochschule Kassel begann.

Nach dem künstlerischen Abschluss des Studiums wurde Stangelmayer als Meisterschüler von Prof. Alf Schuler angenommen und schloss seine künstlerische Ausbildung in 2009 mit Auszeichnung ab. In Einzelausstellungen sowie Ausstellungsbeteiligungen sind Stangelmayers Arbeiten in Kassel, Deutschland sowie dem europäischen Raum zu sehen. In 2017 hat Stangelmayer einen Atelierstandort mit mehreren Kasseler Künstlern im "Schillerviertel" gegründet.

Über die Stadt Kassel Kassel ist mit über 205.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die größte Stadt in der Mitte Deutschlands. Rund 111.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte sind am Wirtschaftsstandort tätig. Gut 25.000 Menschen studieren an der Universität. Kassel ist die Stadt der documenta, der weltweit bedeutendsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst, der Brüder Grimm und des UNESCO-Welterbes Bergpark Wilhelmshöhe mit dem Herkules, dem weithin sichtbaren Wahrzeichen der Stadt. Rund 3.500 Menschen sind direkt bei der Stadtverwaltung beschäftigt.

Zudem ist die Stadt an weiteren großen Unternehmen beteiligt, darunter die Gesundheit Nordhessen Holding sowie die Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH mit dem Verkehrsunternehmen KVG und dem Energieversorger Städtische Werke AG. PM: documenta-Stadt Kassel

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Last modified on Freitag, 09/08/2019

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