Frauenempfang: Demokratie braucht die Zeit der Frauen 2026


Bild.Copyright :Stadt Kassel Bernd Schoelzchen

Bürgermeisterin Nicole Maisch (links im Bild) und Gastrednerin Teresa Bücker beim Frauenempfang der Stadt Kassel  

März 2026

Frauenempfang: Demokratie braucht die Zeit der Frauen

Rund 180 Frauen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur sowie aus dem sozialen und gesellschaftlichen Leben kamen auch 2026 zum Frauenempfang der Stadt Kassel zusammen. Die Veranstaltung im Umfeld des Weltfrauentages diskutierte diesmal, wieviel Zeit Demokratie braucht.

„Für uns, die wir in Kassel politische Verantwortung tragen – die Stadtverordnetenvorsteherin, meine Magistratskolleginnen und mich – ist der Frauenempfang jedes Jahr eine willkommene Gelegenheit, danke zu sagen: an all jene, die sich in Kassel für Gleichstellung, Teilhabe und ein gutes Leben für Frauen einsetzen“, sagte Bürgermeisterin Nicole Maisch am Rande der Veranstaltung. „Gleichzeitig zeigt sich: Demokratie braucht Zeit. Zeit, um sich einzubringen, mitzudiskutieren und Verantwortung zu übernehmen. Doch Zeit ist ungleich verteilt und gerade Frauen tragen noch immer einen großen Teil der Sorgearbeit. Deshalb ist Zeitgerechtigkeit immer auch eine Frage der Demokratie. Umso beeindruckender ist es, wie viele Frauen sich trotz knapper Zeit jeden Tag engagieren und unsere Stadtgesellschaft mittragen.

   

 

   

Im Zentrum des Abends stand der Festvortrag von Teresa Bücker, Feministin und eine der einflussreichsten Journalistinnen Deutschlands. Unter der These „Zeit wird als Machtinstrument eingesetzt. Wir arbeiten zu viel und riskieren damit unsere Gesundheit und die Demokratie“ zeigte sie auf, wie eng Zeitfragen mit sozialer Gerechtigkeit und politischer Teilhabe verknüpft sind. Zugleich formulierte sie konkrete Ansätze für eine neue Zeitkultur, die mehr Lebensqualität, Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt ermöglicht. „Gleichberechtigung in der Beziehung wie in der Gesellschaft erreichen wir nur, wenn wir die Hebel Arbeitszeit und Sorgearbeit anpacken“, so Bücker.

Mit ihren Impulsen traf sie den Nerv der Gäste, die die Herausforderungen knapper Zeitbudgets zwischen Beruf, Familie, Care-Arbeit und Engagement aus eigener Erfahrung kennen. Für den musikalischen Rahmen sorgte das Pianissima Vocal-Ensemble der Jacob-Grimm-Schule, das mit seinen Darbietungen für große Begeisterung und langanhaltenden Applaus sorgte.
„Der Frauenempfang macht einmal mehr deutlich: Gleichstellung ist kein Selbstläufer – sie braucht Engagement, gute Rahmenbedingungen und den gemeinsamen Einsatz vieler Akteurinnen in der Stadtgesellschaft“, so Bürgermeisterin Nicole Maisch abschließend.

PM:Stadt Kassel

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