100 Jahre Waldschule: Start ins Jubiläumsjahr 2026

Foto: Andreas Fischer

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Bürgermeisterin Nicole Maisch und Förderverein‐Vorsitzende Doro‐Thea Chwalek freuen sich auf das Jubiläumsjahr der Kasseler Waldschule.„In den vergangenen drei Jahren ist die Waldschule mit viel Engagement konzeptionell und baulich weiterentwickelt worden. Die Ergebnisse dieses Prozesses wollen wir im Jubiläumsjahr feiern und möglichst vielen Menschen präsentieren“, sagt Bürgermeisterin Nicole Maisch. 

Zunächst wurde am Freitag, 20. März 2026, gemeinsam mit dem Förderverein ein großes Banner am Eingang der Waldschule aufgehängt, um für alle das Jubiläumsjahr sichtbar zu machen. Eröffnet wurde die Waldschule erstmals am 11. Juni 1926.  Die Vorsitzende des Fördervereins, Doro‐Thea Chwalek, unterstreicht die Bedeutung des Jubiläums und des Miteinanders: „Gerade zum 100. Geburtstag danken wir den vielen Menschen, die sich in der Vergangenheit immer wieder für den Erhalt der Waldschule eingesetzt haben. Der stand oft auf dem Spiel und heute sind wir alle froh, dass es diesen für manche ‚magischen Ort‘ für Kassels Kinder gibt. Wir wünschen uns, dass die Waldschule als stadtnaher Lernort inmitten der Natur die notwendige Wertschätzung auch als baukulturelles Erbe erfährt und die Gebäude für zukünftige Generationen erhalten bleiben.“ 

 

Waldschule macht Vielfalt erlebbar

Rund um das Jubiläum erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Veranstaltungen. Geplant sind unter anderem ein Familienkonzert im Rahmen des Kultursommers Nordhessen in den Sommerferien, eine Vortragsreihe im Mai in Kooperation mit der Volkshochschule, Schulfesttage für Grundschülerinnen und Grundschüler, ein Buch‐ und Lesefest mit der Stadtbibliothek im August sowie eine Veranstaltung zum bundesweiten Tag des Offenen Denkmals am 13. September. „Im Jubiläumsjahr wird so erlebbar, wie lebendig, offen und zukunftsorientiert das 100-jährige Gelände gestaltet und genutzt wird. Es ist eine Feier des Aufbruchs in neue Perspektiven von Bildung und von Bildung für nachhaltige Entwicklung“, erläutert Maisch.

 

Große Geburtstagsparty für Kassels Waldschule

Der Höhepunkt der Feierlichkeiten ist das gemeinsame Jubiläumsfest am Samstag, 13. Juni. Ab 12 Uhr gibt es ein Wiedersehen vieler Wegbegleiter und –begleiterinnen, Vereine aus den Stadtteilen Wilhelmshöhe und Kirchditmold, es gibt Mitmachaktionen und eine Tombola für die ganze Familie. All dies lädt bei Musik und leckerem Essen bis 19 Uhr zum geselligen Miteinander auf dem idyllischen Gelände nahe der Prinzenquelle ein. 

„Wir danken den vielen interessierten Unterstützenden und dem Förderverein mit all seinen engagierten Mitgliedern. Nur gemeinsam schaffen wir es, die Waldschule in die Zukunft zu führen. Sie ist ein besonderer Ort mit großer Geschichte und viel Potenzial. Vor allem ist es seit Jahrzehnten ein stadtnaher Ort inmitten der Natur für wertvolle Naturerfahrungen für viele Grundschulkinder. Als Stadt Kassel freuen wir uns, diesen Weg hin zu einem Lernort mit Zukunft und für die Zukunft aktiv zu gestalten. Das Jubiläum ist für uns nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch ein Zeichen dafür, was gemeinsames Engagement für die Bildung unserer Kinder bewirken kann“, so Bürgermeisterin Maisch abschließend.

 

Alle Veranstaltung zum Jubiläum der Waldschule finden Sie unter: www.kassel.de/waldschule. Ein gedruckter Flyer wird ab April an vielen Orten in der Stadt ausliegen. 

Hintergrund

In der Zeit von 1900 bis 1933 waren Waldschulen (sogenannte Freiluftschulen) Ausdruck der allgemeinen Reformbewegungen. Sie boten Erholung für Kinder, die besonders unter Lungenerkrankungen litten und verfolgten durch neue Ansätze der Reformpädagogik darüber hinaus die Förderung von Selbsttätigkeit, sportlicher Betätigung und Naturerfahrung.  
Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden diese Einrichtungen aufgelöst beziehungsweise gleichgeschaltet. In der Zeit von 1945 bis 1960 wurde die Waldschule Kassel sehr vielfältig genutzt – etwa als Haushalts‐ und Gewerbeschule, Bildungsanstalt für Frauenberufe sowie für sogenannte Sommerferienspiele.  
Die Liegenschaft der Waldschule ist seit 1960 im Eigentum der Stadt Kassel. Der Erhalt wird seit 1999 durch den Förderverein Waldschule e.V. mit viel ehrenamtlichem Engagement unterstützt. Derzeit wird die Waldschule schwerpunktmäßig von Grund‐ und Förderschulen aus dem ganzen Stadtgebiet zwischen Mai und Oktober genutzt: Teils von den Lehrkräften selbst organisiert, teils wird ein pädagogisches Programm einer qualifizierten Waldpädagogin gebucht.  Seit diesem Schuljahr stehen den Schulen hierfür drei pädagogische Lehrkräfte mit waldpädagogischer Qualifikation zur Verfügung, die für ein pädagogisches Programm für die Waldschule angefragt werden können.

PM:Stadt Kassel

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