Internationales Zirkusprojekt in Kassel verbindet 2026

Jonglage, Trapez oder Vertikaltuch: Unter dem Motto „All inclusive“ testen Teilnehmende einer Jugendbegegnung – ob mit und ohne Behinderungen – in unterschiedlichen Zirkusworkshops aktuell in Kassel ihre Talente.
Zu sehen ist die Abschlussgala am Samstag, 4. April, um 15 Uhr im großen Zirkuszelt des ZirkuTopia e. V., (Wartekuppe 11, 34134 Kassel).
Während ihrer Zeit in Kassel beschäftigen sich die jungen Menschen thematisch unter anderem mit ihrer eigenen Identität und hinterfragen wie Inklusion in Deutschland, Spanien und in Europa gelebt wird. Betreut werden die Jugendlichen während des Projektes von Zirkus‐ und Sozialpädagogen des Kasseler Vereins ZirkuTopia e.V. und ihren Kollegen aus dem spanischen Zirkus „El Quinto Pino“.

Schon am zweiten Tag durften die Jugendlichen aus Spanien und Deutschland gemeinsam Zirkusluft schnuppern „Es war wirklich beeindruckend zu sehen, wie die jungen Menschen mit Freude und großem Geschick das Trapez ausprobiert, jongliert und sich akrobatisch betätigt haben“, zeigt sich Oberbürgermeister Sven Schoeller beeindruckt. „Die Behinderung mancher Teilnehmenden war den Jugendlichen völlig egal. Im Mittelpunkt stand das Miteinander, das miteinander lernen, gemeinsam aktiv sein und Unterschiede nicht als Hindernis, sondern als Bereicherung zu erleben. Daher ist für mich dieser Workshop auch Vorbild für unsere Gesellschaft.“ Als Schirmherr hat Schoeller den Workshop besucht und bei den Zirkusübungen selbst mitgewirkt.
Kommunales Jugendbildungswerk ist Mitorganisator
Für die Teilnehmenden ist das inklusive Zirkusprojekt, das durch das Kommunale Jugendbildungswerk der Stadt Kassel mitorganisiert wird, etwas ganz Besonderes:
“Der Jugendaustausch ist großartig. Wir lieben dieses Land, die Architektur und die Menschen hier. Es ist ruhiger und entspannter. Wir lernen sehr leicht Menschen aus anderen Kulturen kennen”, berichten Rita, Irene und Olivia aus Spanien.
„Ich finde es sehr spannend sich mit anderen Kulturen aus anderen Ländern zu connecten und über die anderen Kulturen etwas zu erfahren. Außerdem ist es sehr interessant die Mentalität der anderen kennenzulernen“, sagt Tom.
„Mir macht das Camp Spaß, weil ich hier alles an Zirkusmethoden ausprobieren kann“, sagt Sandra.
Der ZirkuTopia e.V. lebt die Magie der Inklusion auf eine ganz besondere Art. Ziel der Vereinsarbeit bildet die Schaffung eines möglichst vorurteilsfreien Raumes, der die bunte Vielfalt der Menschen als Bereicherung anerkennt und fördert. „Niemand kann alles, aber jede und jeder kann etwas besonders gut“, ist hier der handlungsleitende Satz. Denn nur auf diese Weise und entfernt von Leistungsvergleichen kann jeder herausfinden, was ihm oder ihr Freunde macht und damit das Miteinander bereichern. Alle sollen sich auf ihre ganz eigene Weise in das Geschehen einbringen dürfen.
Neben den Zirkusworkshops schauen sich die Jugendlichen andere inklusive Projekte in der Region an, gestalten kleine Medienprojekte und nehmen an einer Radioshow teil.
Abschlussgala freut sich über viele Gäste
Höhepunkt der Jugendbegegnung ist die Abschlussgala. Diese wurde von Karfreitag auf Samstag, 4. April 2026, um 15 Uhr im großen Zirkuszelt des ZirkuTopia e. V., (Wartekuppe 11, 34134 Kassel) verlegt. Alle Menschen, ob groß oder klein, sind herzlich eingeladen auf der Sitztribüne Platz zu nehmen und zuzuschauen. Der Eintritt ist kostenlos.
Weitere Informationen zu Jugendbegegnungen und Auslandsaufenthalten für junge Menschen gibt es beim Kommunalen Jugendbildungswerk der Stadt Kassel und EURODESK Beratungsstelle über Sandra König (Telefon: 787 5036).
Weitere Informationen zum Verein ZirkuTopia e.V. und dessen inklusive Arbeit gibt es über die Vereins‐Webseite unter www.zirkutopia.de.


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