Schloss Wilhelmshöhe Alte Meister que(e)r gelesen

                     
                       HKH_Johann Friedrich August Tischbein_Iris_Foto Ute Brunzel.jpg

Pride Season bei den Alten Meistern? Der kommende Winter wird im Schloss Wilhelmshöhe in Kassel im Zeichen des Regenbogens stehen und vom 15.12.2023 bis zum 24.3.2024 neue Blicke auf wohlbekannte Sammlungsstücke – und vielleicht auch einige unbekanntere Schätze – ermöglichen.

Die Sonderausstellung „Alte Meister que(e)r gelesen“ spielt schon im Titel damit neue Ansätze und Methoden zu verfolgen, wenngleich in einer bewusst offenen Weise. Die Ausstellung wird großzügig gefördert durch die Peter und Irene Ludwig Stiftung. Außerdem nimmt das Projekt am Förderprogramm „MitbeStimmungsorte“ der Kulturstiftung der Länder teil, das mit Werkstätten und Beratungsangeboten Museen bei ihren Transformationsprozessen hin zu mehr Diversität und Partizipation unterstützt.

                    
                        HKH_Johann Friedrich August Tischbein_Iris_Foto Ute Brunzel.jpg

Bezugspunkt stellt in der Ausstellungskonzeption der fluide Charakter des Begriffs ‚queer‘ dar, der Raum schafft für Kommunikation und Aushandlung über Objekte und deren Deutungsgeschichten. Wie verstehen wir heute mythologische Erzählungen aus der Antike rund um Zweigeschlechtlichkeit oder was hat es mit dem Porträt einer bärtigen Schweizerin aus den Sammlungen der hessischen Landgrafen auf sich?

Die Idee der Sonderausstellung ist, durch eine offene Konzeption sowie eine expressive Gestaltung und die aktive Einbindung der Besucher*innen, den Blick auf die Sammlungsbestände zu erweitern. Aktuelle Thematiken und die Mehrdeutigkeit der Bildsprache stehen sich nicht konträr, sondern dialogisch gegenüber. So werden historische Kontexte transportiert und Aneignungsgeschichten queerer Bewegungen erzählt., wie z.B. des heiligen Sebastians als Ikone der Schwulenbewegung oder der Amazone als Streiterin des lesbisch-feministischen
Empowerments.

                       
                                HKH_Wilhelm Böttner_Jupiter und Ganymed_Foto Katrin Venhorst

Eine Auswahl sehr unterschiedlicher Objekte von der Antike bis ca. 1800 soll in bewusst offener Perspektive sowohl Bildthemen jenseits der Norm als auch das Potenzial konventioneller Motive in Bezug auf queere Lesarten hinterfragen.  
PM: Hessen Kassel Heritage

 

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